Basalzellkarzinom

Redaktion Derma Mia

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Das Basalzellkarzinom ist die häufigste Form von weißem Hautkrebs. Die wichtigste Ursache ist die UV-Strahlung. Meist wächst der Tumor langsam und verursacht in der Regel keine Metastasen. Bei einer rechtzeitigen Behandlung stehen die Heilungsaussichten gut.

Das Basalzellkarzinom ist die häufigste Form von weißem Hautkrebs in Deutschland. Dieser Tumor macht ungefähr drei Viertel aller Fälle von weißem Hautkrebs aus (zirka ein Viertel der Fälle sind Plattenepithelkarzinome). Experten und Expertinnen sprechen von „nicht-melanotischem Hautkrebs“ und grenzen ihn damit vom malignen Melanom ab, dem schwarzen Hautkrebs. Weitere Begriffe das Basalzellkarzinom sind Basalzellkrebs oder – veraltet – Basaliom.

Ein Basalzellkarzinom entsteht aus Zellen der untersten Schicht der Oberhaut (Epidermis) und den Wurzelscheiden der Haarfollikel. Der Tumor wächst meist langsam und bildet in der Regel keine Metastasen.

Dennoch kann Basalzellkrebs tief ins Gewebe einwachsen und benachbartes Gewebe schädigen und zerstören. Daher sind eine frühzeitige Diagnose und ausreichende Behandlung sehr wichtig. Früh erkannt ist ein Basalzellkarzinom meist gut behandelbar und in vielen Fällen heilbar.

Kurz gefasst
  • Ein Basalzellkarzinom ist die häufigste Form des weißen Hautkrebses.
  • Typisch sind kleine glasige oder rötliche Knötchen, sichtbare feine Blutgefäße oder Hautstellen, die nicht abheilen. Das Aussehen von Basalzellkarzinomen kann jedoch sehr verschieden sein.
  • Die wichtigste Behandlung ist die Operation.
  • Das Basalzellkarzinom besitzt keine Vorstufe und bildet in der Regel keine Metastasen.

Was ist ein Basalzellkarzinom?

Das Basalzellkarzinom entwickelt sich aus Basalzellen der Haut und den Haarfollikeln. Im Gegensatz zum schwarzen Hautkrebs (malignes Melanom) breitet sich der Tumor nur selten im Körper aus und bildet Metastasen in weiter entfernten Organen. Dies kann zum Beispiel bei einer geschwächten Immunabwehr der Fall sein. Ohne Behandlung kann der Tumor jedoch lokal in tiefere Hautschichten einwachsen und gesundes Gewebe zerstören. Er kann sogar bis zu den Knochen vordringen. Auch wenn ein Basalzellkarzinom nur selten lebensgefährlich ist:  Es kann die Lebensqualität und das Wohlbefinden empfindlich beeinträchtigen.

Basalzellkarzinom: Häufigkeit und Alter

In Deutschland erkrankten im Jahr 2023 rund 243.000 Menschen neu an nicht-melanotischem Hautkrebs, berichtet das Robert Koch-Institut (RKI). Das Basalzellkarzinom ist die häufigste Form von weißem Hautkrebs. Es macht rund drei Viertel aller Fälle aus. Etwa ein Viertel der Fälle sind Plattenepithelkarzinome.

Weißer Hautkrebs ist auch eine Frage des Alters. Im Schnitt erkranken Frauen mit 74 Jahren und Männer mit 76 Jahren.

Wie erkennt man ein Basalzellkarzinom?

Ein Basalzellkarzinom kann sehr unterschiedlich aussehen. Häufig beginnt es als kleines hautfarbenes, glasiges oder rötliches Knötchen. Oft sind feine Blutgefäße sichtbar. Spät kann eine zentrale Einsenkung auftreten. Manchmal bildet sich ein wallartiger oder perlschnurartiger Rand. Andere Basalzellkarzinome wirken eher wie eine nicht heilende Wunde, ein flaches gerötetes Areal oder eine narbenähnliche Hautveränderung.

Wo tritt ein Basalzellkarzinom besonders häufig auf?

Ein Basalzellkarzinom kann grundsätzlich an jeder Stelle des  Körpers entstehen. Besonders häufig entwickelt es sich aber an Hautstellen, die über viele Jahre UV-Strahlung ausgesetzt waren, an den sogenannten „Sonnenterassen“.  Laut RKI tritt die Mehrzahl der Tumore im Bereich von Kopf und Hals auf, zum Beispiel im Gesicht, an der Nase, den Wangen, der Stirn, den Ohren oder auf der Kopfhaut.

Wie entsteht ein Basalzellkarzinom?

Die Ursache des Basalzellkarzinoms ist noch nicht genau bekannt, aber es gibt einige Risikofaktoren, die diese Krebsart begünstigen. Vermutlich gibt es nicht den „einen“ Risikofaktor, sondern es müssen mehrere Risikofaktoren zusammenspielen, damit Krebs entsteht.

Eine Krebserkrankung beginnt meist damit, dass sich das Erbgut (die DNA) einer Zelle verändert (in diesem Fall eine Basalzelle). Sie mutiert und wird zur Krebszelle, die sich ungebremst teilen und vermehren kann. Krebszellen besitzen zudem die Fähigkeit, sich „invasiv“ zu verhalten. Das bedeutet, dass sie in benachbartes gesundes Gewebe eindringen und es zerstören können. Außerdem können sich Krebszellen über die Blut- und Lymphwege im gesamten Körper ausbreiten und andere Organe und Gewebe erreichen.

Für das Basalzellkarzinom sind einige Risikofaktoren bekannt. Der wichtigste Risikofaktor ist UV-Strahlung. Das gilt für Sonnenlicht ebenso wie für künstliche UV-Quellen wie das Solarium. Ein erhöhtes Risiko haben außerdem Menschen mit hellem Hauttyp, langjähriger UV-Belastung, geschwächtem Immunsystem oder mit weißem Hautkrebs in der Vorgeschichte. Auch chronische Hautschäden, Narben und bestimmte berufliche Schadstoffbelastungen können das Risiko für Basalzellkrebs erhöhen.

Wie wird ein Basalzellkarzinom diagnostiziert?

Der Hautarzt oder die Hautärztin befragt Sie zunächst zu Ihrer Krankengeschichte (Anamnese). Wichtig ist zum Beispiel, wann Sie die veränderte Hautstelle erstmals bemerkt haben, ob und wie sie sich verändert hat oder ob Sie schon einmal eine Hautkrebserkrankung hatten. Auch die Exposition gegenüber UV-Licht in Beruf und Freizeit oder der Kontakt mit Schadstoffen können Anhaltspunkte liefern.

Anschließend untersuchen Ärztinnen und Ärzte Ihre Haut gründlich mit dem Auge. Bei verdächtigen Hautstellen kommt meist ein Dermatoskop zum Einsatz. Bei diesem Instrument handelt es sich um eine Lupe, die mit einer Lichtquelle ausgerüstet ist.

Beim Verdacht auf Hautkrebs wird eine Gewebeprobe (Biopsie) aus dem auffälligen Hautbereich entnommen. Diese Gewebeprobe untersucht eine Pathologin oder ein Pathologe dann feingeweblich im Labor unter dem Mikroskop. Pathologische Fachpersonen beurteilen unter anderem das Aussehen von Zellen und die Struktur des Gewebes. Gut- und bösartige Zellen sind unter dem Mikroskop gut zu unterscheiden. Die Diagnose Hautkrebs lässt sich durch diese Gewebeanalyse mit hoher Zuverlässigkeit stellen – oder eben ausschließen.

Kleine, gut abgrenzbare Basalzellkarzinom lassen sich mit Hilfe der Biopsie oft schon vollständig entfernen. Eine weitere Operation ist dann nicht notwendig.

Wie wird ein Basalzellkarzinom behandelt? 

Beim Basalzellkrebs gibt es verschiedene Behandlungsmöglichkeiten. Welche zum Einsatz kommt, hängt vom Stadium und von der Ausbreitung des Tumors ab. Auch die Stelle, an der sich das Basalzellkarzinom gebildet hat, spielt bei der Entscheidung mit. Manche Stellen sind schwieriger zu behandeln, zum Beispiel im Gesicht (Auge, Nase..). Wichtig ist auch, dass das Ergebnis anschließend kosmetisch zufriedenstellend ist.

Die wichtigste Behandlung bei Basalzellkrebs ist die Operation. Bei dieser lokalen Therapie versuchen Ärztinnen und Ärzte, den Tumor möglichst vollständig zu entfernen. Meist wird zusätzlich umliegendes Gewebe mit entfernt und mit einem „Sicherheitssaum“ operiert. Es dürfen keine Krebszellen zurückbleiben, die sich anschließend erneut teilen und vermehren könnten. Ob die Schnittränder frei von Krebszellen sind, wird anschließend im Labor unter dem Mikroskop überprüft.

Je  nach Befund kommen weitere lokale Therapien infrage, zum Beispiel spezielle Cremes, die photodynamische Therapie, Kryotherapie oder Lasertherapie.

Ist das Basalzellkarzinom lokal fortgeschritten, kann eine Strahlentherapie (Radiotherapie) hilfreich sein. Dabei sollen hochenergetische Strahlen die Krebszellen zerstören. Wenn eine Operation oder Bestrahlung nicht sinnvoll oder möglich ist, sind medikamentöse Therapien eine Behandlungsoption. Ein Beispiel sind Medikamente aus der Gruppe der Hedgehog-Hemmer. Auch die Immuntherapie mit Immun-Checkpoint-Inhibitoren oder eine Elektrochemotherapie sind Behandlungsmöglichkeiten bei fortgeschrittenen Tumoren.

Das Wichtigste zur Behandlung
  • Die Operation ist die Standardtherapie beim Basalzellkarzinom. Ziel ist es, den Tumor vollständig zu entfernen.
  • Möglich ist auch der Einsatz von speziellen Cremes, Laser, Kälte oder die photodynamische Therapie zur lokalen Behandlung.
  • Es gibt zudem Medikamente, die im gesamten Körper wirken – je nach Stadium der Erkrankung.
  • Je früher der Tumor erkannt wird, desto einfacher und gewebeschonender ist die Behandlung meist.
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Wie gut sind die Heilungschancen?

Die Heilungschancen und Prognose sind beim Basalzellkarzinom meist gut, wenn der Tumor früh erkannt und vollständig entfernt wird. Die Lebenserwartung ist laut der Deutschen Krebshilfe bei einem Basalzellkarzinom in der Regel kaum beeinträchtigt.

Die Sterberaten bei hellem Hautkrebs sind niedrig. Im Jahr 2024 starben 1.432 Menschen an nicht-melanotischem Hautkrebs, berichtet das Robert Koch-Institut (RKI).

Wichtig bleiben dennoch regelmäßige Hautkontrollen im Rahmen der Nachsorge, weil das Risiko für ein weiteres Basalzellkarzinom oder andere Hauttumoren erhöht ist.

Was können Sie selbst tun?

Wichtig ist ein konsequenter UV-Schutz, wenn Sie in die Sonne gehen. Kontrollieren Sie zudem Ihre Haut regelmäßig auf Veränderungen und Auffälligkeiten, zum Beispiel mit Hilfe der ABCDE-Regel. Einige Tipps zum Sonnenschutz: Meiden Sie intensive Sonneneinstrahlung (vor allem zur Mittagszeit), halten Sie sich besser im Schatten auf, schützen Sie Ihre Haut mit Kleidung und verzichten Sie auf Besuche im Solarium.

Hautkrebs-Screening: Aktuelles
  • Gesetzlich Versicherte in Deutschland können derzeit (Stand Mai 2026) noch ab 35 Jahren alle zwei Jahre ein Hautkrebsscreening in Anspruch nehmen. Dabei wird die Haut gründlich auf Auffälligkeiten und Veränderungen untersucht.
  • Das Hautkrebs-Screening steht laut Bundesregierung jedoch auf dem Prüfstand. Geprüft wird ein risikobasiertes Screening (nur für bestimmte Risikogruppen) und eine Anpassung der Häufigkeit der Untersuchungen.
  • Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) soll bis zum 31. Dezember 2027 eine Entscheidung über die Anpassung der Richtlinien zur Krebsfrüherkennung beschließen.
  1. S2k-Leitlinie Basalzellkarzinom der Haut, Stand: 1.1.2024, https://register.awmf.org/assets/guidelines/032-021l_S2k_Basalzellkarzinom-der-Haut_2024-07.pdf (Abruf: 3.5.2026)
  2. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWIG), https://www.gesundheitsinformation.de/weisser-hautkrebs.html (Abruf: 3.5.2026)
  3. Robert Koch-Institut (RKI): Nicht-melanotischer Hautkrebs (heller Hautkrebs), https://www.krebsdaten.de/Krebs/DE/Content/Krebsarten/Nicht-melanotischer-Hautkrebs/nicht-melanotischer-hautkrebs_node.html (Abruf: 3.5.2026)
  4. Skin Cancer Foundation, https://www.skincancer.org/de/skin-cancer-information/basal-cell-carcinoma/ (Abruf: 3.5.2026)
  5. Onko-Internetportal, https://www.onko-portal.de/basis-informationen-krebs/krebsarten/hautkrebs/basalzellkarzinom.html (Abruf: 4.5.2026)
  6. Hautkrebs-Netzwerk Deutschland e.V. https://hautkrebs-netzwerk.de/informieren/hautkrebs/basalzellkarzinom/ (Abruf: 4.5.2026)
  7. Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ), https://www.krebsinformationsdienst.de/hautkrebs (Abruf: 4.5.2026)
  8. Deutsche Krebshilfe, https://www.krebshilfe.de/informieren/ueber-krebs/krebsarten/hautkrebs (Abruf: 4.5.2026)
  9. Bundesministerium für Gesundheit (BMG), https://www.bundesgesundheitsministerium.de/fileadmin/Dateien/3_Downloads/Gesetze_und_Verordnungen/GuV/G/GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz_Kabinett.pdf (Abruf: 18.5.2026)

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