Aufbau und Funktion der Haut

Redaktion Derma Mia

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Die menschliche Haut besitzt viele Funktionen, zum Beispiel eine wichtige Schutzfunktion und die Wärmeregulation. Lesen Sie, wie die Haut aufgebaut ist, und wie weißer und schwarzer Hautkrebs entstehen können.

Die Haut ist das größte Organ des Menschen und besitzt vielfältige Funktionen. Sie schützt den Körper zum Beispiel vor äußeren Einflüssen, hilft bei der Regulierung der Körpertemperatur und ermöglicht Sinneswahrnehmungen wie Berührung, Schmerz, Kälte und Wärme. Außerdem ist sie für die Produktion von Vitamin D zuständig und an wichtigen Stoffwechselprozessen beteiligt. Die Haut trägt auch zur Regulation des Wasserhaushalts bei und dient als Energiespeicher.

Kurz gefasst:

  • Die Haut besteht aus mehreren Schichten: der Oberhaut, Lederhaut und Unterhaut.
  • Sie schützt den Körper, reguliert die Temperatur und ermöglicht Sinneswahrnehmungen.
  • In der Haut gibt es verschiedenste Arten von Zellen, die für unterschiedliche Aufgaben zuständig sind. Manche dieser Zellen können entarten und zu Krebszellen werden.
  • Die pigmentbildenden Zellen (Melanozyten) liegen in der Oberhaut und bilden den Hautfarbstoff Melanin. Verändern sie sich bösartig, kann schwarzer Hautkrebs entstehen.
  • Das Basalzellkarzinom – eine Form von weißem Hautkrebs – entsteht meist aus den Basalzellen in der untersten Schicht der Oberhaut.
  • Das Plattenepithelkarzinom – ebenfalls weißer Hautkrebs –  kann aus den Hornzellen (Plattenepithelzellen oder Keratinozyten) entstehen, die sich unter anderem in der Oberhaut befinden.

Wie ist die Haut aufgebaut?

Die Haut besteht aus drei Hauptschichten: der Oberhaut (Epidermis), der Lederhaut (Dermis) und der Unterhaut (Subkutis). Ergänzt wird sie durch Hautanhangsgebilde wie die Haare, Nägel, Talgdrüsen und Schweißdrüsen.

Jede Hautschicht hat eigene Aufgaben:

  • Die Oberhaut bildet die äußere Schutzbarriere gegenüber der Umwelt und schützt vor Einflüssen.
  • Die Lederhaut verleiht der Haut Stabilität und enthält unter anderem Gefäße, Nerven und Drüsen.
  • Die Unterhaut dient als Polster, Wärmeschutz und Energiespeicher.

 

Oberhaut (Epidermis) 

Die Oberhaut ist die äußerste Schicht der Haut und bildet die direkte Grenze zur Umwelt. Sie schützt den Körper vor dem Eindringen von Krankheitserregern wie Viren, Bakterien oder Pilzen, Schadstoffen und übermäßigem Wasserverlust. Ihre oberste Lage ist die Hornschicht, die sich ständig erneuert: Neue Hautzellen entstehen in tieferen Bereichen der Oberhaut und wandern an die Oberfläche, wo sie verhornen.

In der Oberhaut befinden sich auch die Melanozyten. Das sind pigmentbildende Zellen, die für die Bräunung der Baut verantwortlich sind. Sie produzieren den Hautfarbstoff Melanin, der die Hautfarbe mitbestimmt und die tieferen Hautschichten bis zu einem gewissen Grad vor schädlicher UV-Strahlung schützt. Aus diesen Zellen kann schwarzer Hautkrebs – ein malignes Melanom – entstehen.

In der untersten Schicht der Oberhaut – dem Stratum basale (Basalzellschicht oder Keimschicht) – befinden sich die Basalzellen, aus denen sich ein Basalzellkarzinom entwickeln kann.

Ebenfalls im Stratum basale entstehen die Keratinozyten (Hornzellen oder Plattenepithelzellen). Diese wandern nach oben, verhornen dabei und werden schließlich als tote Zellen nach außen abgestoßen. Aus den Keratinozyten kann sich eine Vorstufe – die Aktinische Keratose – und dann ein Plattenepithelkarzinom entwickeln.

Lederhaut (Dermis) 

Unter der Oberhaut liegt eine weitere Schicht, die Lederhaut. Sie besteht vor allem aus festem, elastischem Bindegewebe und verleiht der Haut Stabilität und Reißfestigkeit. In der Lederhaut verlaufen Blutgefäße, Nerven sowie Talg- und Schweißdrüsen. Auch Haarwurzeln reichen bis in diese Schicht hinein.

Die Lederhaut ist wichtig für die Sinnesfunktion der Haut. Hier befinden sich Strukturen, die Berührung, Druck, Temperatur und Schmerz registrieren. Über die Blutgefäße und Schweißdrüsen trägt die Lederhaut außerdem zur Regulierung der Körpertemperatur bei.

Unterhaut (Subkutis)

Die Unterhaut besteht vor allem aus lockerem Binde- und Fettgewebe. Sie verbindet die Haut mit tiefen liegenden Strukturen wie den Muskeln, Sehnen, Bändern und Knochen. Zugleich wirkt die Unterhaut als Polster gegen Druck und Stöße. Darüber hinaus dient die Unterhaut als Energiespeicher und Wärmeschutz.

Welche Funktionen hat die Haut?

Die Haut erfüllt mehrere Aufgaben, die für den menschlichen Organismus unabdingbar und lebenswichtig sind. Die wichtigste Funktion der Haut ist der Schutz: Sie bewahrt den Körper vor dem Eindringen von Krankheitserregern (z.B. Viren, Bakterien, Pilze), vor chemischen und mechanischen Reizen sowie vor dem Austrocknen.

Gleichzeitig ist die Haut ein Sinnesorgan. Über Nerven und spezielle Rezeptoren nimmt sie Berührung, Druck, Schmerz, Kälte und Wärme wahr. Außerdem hilft sie, die Körpertemperatur zu regulieren, etwa über Blutgefäße und Schweißbildung.

Hinzu kommen Speicher- und Stoffwechselfunktionen der Haut. Sie speichert unter anderem Fett und Wasser und ist an verschiedenen Stoffwechselprozessen beteiligt. Im Zusammenhang mit Sonnenlicht spielt sie zudem eine Rolle bei der Bildung von Vitamin D. Dieses Vitamin ist für starke Knochen und Zähne unabdingbar.

Hautanhangsgebilde: Haare, Nägel, Talg- und Schweißdrüsen

Zur Haut gehören auch die sogenannten Hautanhangsgebilde. Dazu zählen die Haare, Nägel, Talgdrüsen und Schweißdrüsen.

Talgdrüsen tragen dazu bei, die Haut und Haare geschmeidig zu halten. Schweißdrüsen sind vor allem für die Temperaturregulation wichtig. Haare und Nägel werden aus Hautzellen gebildet und gehören deshalb ebenfalls zum Hautsystem.

Hautaufbau und Hautkrebs – wie hängt das zusammen?

Der Aufbau der Haut ist auch für das Verständnis von Hautkrebs wichtig. Es gibt verschiedene Hautkrebsarten, die aus unterschiedlichen Zelltypen in der Haut entstehen:

 

 

Wer den Hautaufbau kennt, kann deshalb besser verstehen, warum sich Hautkrebs je nach Art unterschiedlich entwickelt und auch unterschiedlich aussehen kann.

FAQ: Aufbau und zur Funktion der Haut

Die Haut besteht aus Oberhaut, Lederhaut und Unterhaut. Diese drei Schichten übernehmen unterschiedliche Aufgaben und bilden gemeinsam die Schutz- und Funktionsbarriere des Körpers.

Die Oberhaut schützt den Körper vor äußeren Einflüssen, Krankheitserregern und Wasserverlust. Außerdem befinden sich dort die pigmentbildende Zellen, die den Farbstoff Melanin bilden, aber auch die Basalzellen und Hornzellen, die zu weißem Hautkrebs werden können.

Die Lederhaut sorgt für Stabilität und Elastizität. Sie enthält Blutgefäße, Nerven, Drüsen und Sinneszellen und ist wichtig für die Wahrnehmung von Sinnesreizen und die Temperaturregulation.

Die Unterhaut polstert, speichert Fett und Wasser und verbindet die Haut mit tieferen Gewebeschichten. Außerdem trägt sie zum Wärmeschutz bei.

Weil verschiedene Hautkrebsarten aus unterschiedlichen Zellen und Schichten der Haut entstehen. Der Hautaufbau hilft deshalb, die Entstehung und die Unterschiede zwischen den Hautkrebsarten besser zu verstehen.

  1. Gesundheitsinformation.de (IQWiG): Wie funktioniert die Haut? https://www.gesundheitsinformation.de/wie-funktioniert-die-haut.html (Abruf: 5.5.2026)
  2. Gesundheitsinformation.de (IQWiG): Wie sind Haare aufgebaut und wie wachsen sie? https://www.gesundheitsinformation.de/themengebiete/haut-und-haare.html (Abruf: 5.5.2026)
  3. Öffentliches Gesundheitsportal Österreichs, https://www.gesundheit.gv.at/krankheiten/haut-haare-naegel/aufbau-haut.html (Abruf: 5.5.2026)
  4. Onko-Internetportal, https://www.onko-portal.de/basis-informationen-krebs/krebsarten/hautkrebs/der-aufbau-der-haut.html (Abruf: 5.5.2026)

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