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Weißer Hautkrebs lässt sich in vielen Fällen gut behandeln. Nach einer abgeschlossenen Therapie sind jedoch regelmäßige Kontrollen im Rahmen der Nachsorge wichtig. Sie hat verschiedene Ziele: Ärztinnen und Ärzte kontrollieren die Haut in regelmäßigen Abständen, um Rückfälle und neue Tumoren früh zu erkennen. Außerdem fragen sie nach Beschwerden, die auf die Krebserkrankung oder die Krebstherapien zurückzuführen sind, und behandeln diese.
Wie oft diese Kontrollen in der Nachsorge stattfinden, hängt unter anderem von der Hautkrebsart (Basalzellkarzinom, Plattenepithelkarzinom), dem Stadium der Hautkrebserkrankung oder Ihrem individuellen Rückfallrisiko ab.
Warum ist die Nachsorge bei weißem Hautkrebs wichtig?
Die Nachsorge dient vor allem dazu, wiederkehrende Tumoren (Rückfall oder Rezidiv) sowie neu auftretende Hauttumoren oder Metastasen frühzeitig zu entdecken. Gerade nach weißem Hautkrebs ist das wichtig, weil das Risiko für weitere Hautveränderungen und neue Tumoren erhöht ist. Früh erkannte Rückfälle oder Zweittumoren lassen sich meist besser und schonender behandeln als eine fortgeschrittene Krebserkrankung.
Außerdem vermittelt Ihnen die Nachsorge mehr Orientierung und Sicherheit: Sie wissen, worauf sie achten sollten, wann ein Kontrolltermin sinnvoll ist und welche Beschwerden oder Hautveränderungen Sie frühzeitig abklären lassen sollten. Zudem erhalten Sie eine Anleitung, wie Sie Ihre Haut selbst untersuchen sollten.
Was passiert bei der Nachsorge?
Bei den Nachsorgeterminen untersucht die Ärztin oder der Arzt in der Regel Ihre gesamte Haut. Ziel ist es, sowohl die frühere Behandlungsstelle als auch andere Hautareale auf neue Auffälligkeiten zu prüfen. Auch die Lymphknoten werden in der Regel abgetastet. Eine Verdickung kann ein Anzeichen dafür sein, dass Krebszellen in die Lymphknoten eingewandert sind.
Beim Plattenepithelkarzinom werden manchmal zusätzlich die Lymphknoten per Ultraschall (Sonographie) untersucht. Ärztinnen und Ärzte überprüfen die Struktur und Beschaffenheit der Lymphknoten. Sie verändern sich, wenn dort Krebszellen vorhanden sind – was im Ultraschall sichtbar ist.
Manchmal werden weitere bildgebende Verfahren wie die Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT) eingesetzt. Sie helfen zum Beispiel dabei mit, ein Fortschreiten der Hautkrebserkrankung festzustellen oder auszuschließen.
Zur Nachsorge gehört aber nicht nur die ärztliche Kontrolle, sondern Sie sollten Ihre Haut regelmäßig selbst auf Veränderungen untersuchen. Durch diese Selbstuntersuchung fallen Ihnen neue, wachsende, blutende, krustige oder nicht heilende Hautstellen meist frühzeitig auf.
Tipps!
- Ziehen Sie sich nackt aus und verwenden Sie für die Hautuntersuchungen einen Spiegel.
- Begutachten Sie Ihre Haut am besten bei Tageslicht.
- Bitten Sie eine Vertrauensperson um Mithilfe, wenn es um schwer einsehbare Hautstellen geht.
Nachsorge beim Basalzellkarzinom
Wenn Sie schon einmal an einem Basalzellkarzinom erkrankt sind, ist eine regelmäßige Nachsorge unerlässlich. Es besteht ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung eines zweiten Basalzellkarzinoms sowie für weitere Hauttumore. Dazu gehört das Plattenepithelkarzinom, aber auch schwarzer Hautkrebs, das maligne Melanom.
Das zeitliche Intervall der Nachsorge hängt von Ihrem individuellen Rückfallrisiko ab. Es gilt, Lokalrezidive und Zweittumoren je nach persönlichem Rezidivrisiko aufzuspüren. Einige Beispiele für Nachsorgeintervalle:
- Ein einzelnes (isoliertes) Basalzellkarzinom, das mittels Operation behandelt wurde und ein niedriges Rezidivrisiko birgt, sollte in der Nachsorge nach sechs Monaten kontrolliert werden. Danach gilt ein Zeitintervall von einmal pro Jahr.
Mehrere (multiple) Basalzellkarzinome mit einem hohen Rezidivrisiko sollten in der Nachsorge alle drei Monate kontrolliert werden. Wenn mehr als zwei Jahre kein neues Basalzellkarzinom und auch kein Rezidiv auftritt, findet die Nachsorge anschließend einmal pro Jahr statt.
Individuell ist auch eine engmaschigere Nachsorge mit häufigeren Kontrollen möglich. Besprechen Sie Untersuchungsintervalle immer mit Ihrem Behandlungsteam.
Nachsorge beim Plattenepithelkarzinom
Beim Plattenepithelkarzinom ist die Nachsorge in der Regel etwas intensiver als beim Basalzellkarzinom. Diese Hautkrebsart erfordert häufiger eine risikoangepasste Kontrolle über mehrere Jahre. Ärztinnen und Ärzte möchten im Rahmen der Nachsorge Lokalrezidive, neu entstandene Plattenpithelkarzinome, seine Vorstufen oder Metastasen ausfindig machen.
Expertinnen und Experten schätzen, dass 30 bis 50 Prozent der neuen Plattenepithelkarzinome innerhalb eines Jahres nach Diagnose des ersten Tumors (Primärtumors) auftreten. Das Risiko dafür ist innerhalb der ersten vier Jahre nach der Diagnose am höchsten, aber auch noch nach einer Nachbeobachtung von 15 Jahren noch deutlich erhöht. Daher ist eine enge Kontrolle besonders in den ersten Jahren wichtig.
Die nachfolgende Tabelle zeigt ein Schema zur Nachsorge, welches die medizinische Leitlinie zum Plattenepithelkarzinom und zur aktinischen Keratose je nach Risikogruppe empfiehlt:
Primärtumorstadium | Jahr 1 bis 2 | Jahr 3 bis 5 | Jahr 6 bis 10 |
Geringes Risiko | Alle 6 Monate | jährlich | — |
Hohes Risiko | Alle 3 Monate | Alle 6 Monate | jährlich |
Bei Immunsuppression | Alle 3 Monate | Alle 3 bis 6 Monate | Alle 3 bis 6 Monate – je nach Risikoprofil |
Fortgeschrittene Stadien | Jahr 1 bis 3 | Jahr 4 bis 5 | Jahr 6 bis 10 |
Lokal fortgeschritten/ metastasiert | Alle 3 Monate | Alle 3 bis 6 Monate | Alle 6 Monate/ jährlich |
Die Nachsorge umfasst verschiedenen Untersuchungen, je nach Risikogruppe:
- Körperliche Untersuchung: Dabei wird die gesamte Haut untersucht, einschließlich der Stelle, an der sich der Tumor befunden hat Hautorgans; zudem werden die Lymphknoten abtastet.
- Ultraschall der Lymphknoten – die Sonographie kann aufdecken, ob Krebszellen in die benachbarten Lymphknoten eingewandert sind, dann haben sich Lymphknotenmetastasen gebildet.
- Weitere bildgebende Untersuchungen wie die Computertomographie (CT), Magnetresonanztomographie (MRT) oder die Positronen-Emissions-Tomographie (PET/CT)
Was Sie selbst tun können?
Ein wesentlicher Teil der Nachsorge ist es, dass Sie Ihre Haut selbst auf Veränderungen und Auffälligkeiten hin untersuchen. Lassen Sie sich von Ihrem Behandlungsteam erklären, wie die Selbstuntersuchung funktioniert und worauf Sie besonders achten sollten. Bitten Sie eine Vertrauensperson um Unterstützung bei Hautstellen, die Sie schwer einsehen können. Auch ein Spiegel kann hilfreich sein.
Aufmerksam werden sollten Sie zum Beispiel bei neuen Hautveränderungen, nicht heilenden Wunden, krustigen oder blutenden Stellen, größer werdende Knötchen oder auffällige Veränderungen im Narbenbereich. Die regelmäßige Selbstuntersuchung der Haut ist ausdrücklich empfohlen.
Ebenso wichtig ist konsequenter UV-Schutz, wenn Sie schon einmal an Hautkrebs erkrankt waren (gilt für alle Menschen). Durch einen ausreichenden Sonnenschutz können Sie ein Stück weit dazu beitragen, dass das Risiko für einen neuen weißen Hautkrebs sinkt. Meiden Sie nach einer überstandenen Hautkrebserkrankung intensive UV-Belastung so gut wie möglich und schützen Sie Ihre Haut vor zu viel Sonne. Verzichten Sie auch auf Besuche im Solarium. Künstliche Sonne erhöht das Hautkrebsrisiko ebenfalls.
Wann sollte man früher als geplant zur Nachsorge?
Nachsorgeintervalle sind nicht „in Stein gemeißelt“. In manchen Fällen sollten Sie zeitnah Ihre Hautärztin oder Ihren Hautarzt aufsuchen und nicht auf den nächsten regulären Nachsorgetermin warten. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn eine Hautveränderung neu auftritt, eine Hautstelle nicht abheilt, wiederholt blutet, verkrustet, verhärtet ist oder sichtbar größer wird. Das gilt besonders für Veränderungen an stark sonnenbelasteten Stellen wie Gesicht, Ohren, Kopfhaut, Lippen, Schultern oder Unterarmen.
Auch Veränderungen im Bereich einer früher behandelten Hautstelle sollten Sie möglichst frühzeitig abklären lassen. Eine vorgezogene Kontrolle ist kein Zeichen von Übervorsicht, sondern ein sinnvoller Teil einer guten Nachsorge.
Welche Rolle spielt Hautkrebsscreening nach weißem Hautkrebs?
Das gesetzliche Hautkrebs-Screening richtet sich an gesetzlich Krankenversicherte in Deutschland. Ab dem Alter von 35 Jahren können sie derzeit (Stand: Juni 2026) alle zwei Jahre kostenfrei eine Hautuntersuchung vornehmen lassen. Das Screening ist keine Pflicht, sondern ein Angebot an die Versicherten. Ziel des Screenings ist es, weißen und schwarzen Hautkrebs sowie Vorstufen wie die aktinische Keratose möglichst früh zu erkennen.
Doch das Hautkrebs-Screening steht in seiner jetzigen Form auf dem Prüfstand. Bis Ende 2027 soll es neu geregelt werden. Es könnte zum Beispiel nur noch für bestimmte Risikogruppen zugänglich sein, nicht mehr für alle gesetzlich Versicherten.
Nach einer Hautkrebserkrankung sind die Nachsorgeintervalle allerdings in der Regel deutlich enger gefasst als nur alle zwei Jahre. Medizinisch ist eine engere Nachsorge bei einer Dermatologin oder einem Dermatologen empfohlen, wenn Sie schon einmal an Hautkrebs erkrankt sind.
Das hängt von der Hautkrebsart (Basalzellkarzinom oder Plattenepithelkarzinom), dem Risikoprofil des Tumors und vom Rückfallrisiko ab. Anfangs sind die Zeitabstände zur Kontrolle meist kürzer, danach dehnen sie sich weiter aus, wenn keine Auffälligkeiten und Veränderungen der Haut festgestellt wurden. Beim Plattenepithelkarzinom erstrecken sich die Kontrollen meist über mehrere Jahre.
Nein. Beim Basalzellkarzinom ist die Nachsorge oft weniger intensiv und häufig, beim Plattenepithelkarzinom ist die Kontrolle engmaschiger und erstreckt sich meist über mehrere Jahre. Auch innerhalb der jeweiligen Hautkrebsart gibt es Unterschied in der Nachsorge, je nach Risikoprofil des Tumors.
Bei der Nachsorge wird in der Regel die gesamte Haut untersucht und die Lymphknoten werden abgetastet. Beim Plattenepithelkarzinom werden manchmal zusätzlich die Lymphknoten per Ultraschall kontrolliert. Manchmal kommen auch die Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT) zum Einsatz.
Das lässt sich nicht pauschal sagen, weil es von der Hautkrebsart, dem Risikoprofil des Tumors und dem Rückfallrisiko abhängt. Wenn kein Rückfall oder ein Zweittumor auftritt, dehnen sich die Kontrollintervalle meist weiter aus. In den ersten Jahren nach der Diagnose ist diese Gefahr am höchsten. Bei Plattenepithelkarzinomen sind – je nach Risikogruppe – manchmal auch lebenslange Kontrollen empfohlen.
Ein Ultraschall spielt vor allem beim Plattenepithelkarzinom eine Rolle, wenn die Lymphknoten mitbeurteilt werden sollen. CT oder MRT werden nicht routinemäßig bei allen eingesetzt, sondern nur dann, wenn Krankheitszeichen vorliegen oder ein Fortschreiten ausgeschlossen werden soll.
Wichtig sind regelmäßige Selbstuntersuchungen der Haut. Schenken Sie Ihrer Haut eine besondere Aufmerksamkeit und haben Sie einen wachen Blick. Lassen Sie jede neue oder veränderte Hautstelle, die Ihnen auffällt oder die Sie besorgt, frühzeitig ärztlich abklären. Ärztinnen und Ärzte können feststellen, ob die Veränderung harmlos ist oder nich
- S3-Leitlinie Aktinische Keratose und Plattenepithelkarzinom der Haut, Stand: Dezember 2022, https://register.awmf.org/assets/guidelines/032-022OLl_S3_Aktinische_Keratosen-Plattenepithelkarzinom-PEK_2023-01.pdf (Abruf: 6.5.2026)
- S2k-Leitlinie Basalzellkarzinom der Haut, Stand: 1.1.2024, https://register.awmf.org/assets/guidelines/032-021l_S2k_Basalzellkarzinom-der-Haut_2024-07.pdf (Abruf: 6.5.2026)
- Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWIG), https://www.gesundheitsinformation.de/weisser-hautkrebs.html (Abruf: 6.5.2026)
- Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ), https://www.krebsinformationsdienst.de/hautkrebs/behandlung-weisser-hautkrebs (Abruf: 6.5.2026)
- Deutsche Krebshilfe, https://www.krebshilfe.de/informieren/ueber-krebs/krebsarten/hautkrebs/ (Abruf: 7.5.2026)
- Onko-Internetportal, https://www.onko-portal.de/basis-informationen-krebs/krebsarten/hautkrebs/basalzellkarzinom/articles/onko-internetportal-basis-informationen-krebs-krebsarten-hautkrebs-basalzellkarzinom.html (Abruf: 7.5.2026)
- Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWIG), https://www.gesundheitsinformation.de/weisser-hautkrebs.html (Abruf: 7.5.2026)
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