Hautkrebsvorsorge

Die Hautkrebsvorsorge umfasst verschiedene Maßnahmen. Sie können selbst etwas tun, um einer Hautkrebserkrankung vorzubeugen, zum Beispiel durch einen ausreichenden Sonnenschutz. Außerdem können Sie Ihre Haut selbst untersuchen und derzeit noch das Angebot eines Hautkrebs-Screenings zur Früherkennung wahrnehmen.   

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Die Hautkrebsvorsorge zielt darauf ab, Vorstufen von Hautkrebs wie die Aktinische Keratose sowie Hautkrebsarten wie weißen Hautkrebs (Basalzellkarzinom, Plattenepithelkarzinom) und schwarzen Hautkrebs (malignes Melanom) möglichst frühzeitig zu erkennen, zum Beispiel im Rahmen des Hautkrebs-Screenings. Wenn Hautkrebs rechtzeitig diagnostiziert wird, lässt  er sich meist gut behandeln und ist in vielen Fällen heilbar.

Zur Hautkrebsvorsorge gehört zunächst die regelmäßige Selbstuntersuchung der Haut. Achten Sie auf jegliche Hautveränderungen wie neu entstandene oder sich verändernde Pigment- und Muttermale. Suchen Sie immer eine Hautärztin oder einen Hautarzt auf, wenn Sie solche Auffälligkeiten auf Ihrer Haut feststellen.

Eine zentrale Bedeutung für die Hautkrebsvorsorge besitzt zudem ein ausreichender Sonnenschutz, um einen Sonnenbrand zu vermeiden. Dazu gehören zum Beispiel Sonnenschutzmittel mit ausreichendem Lichtschutzfaktor, der Verzicht auf die intensive Mittagssonne oder Kleidung, die einen guten UV-Schutz bietet. Besonders Sonnenbrände in der Kindheit und Jugend können das Hautkrebsrisiko erhöhen. Gefährlich für Ihre Haut kann übrigens auch die künstliche Sonnenstrahlung sein, zum Beispiel aus Solarien. Verzichten Sie deshalb am besten auf Solarienbesuche. In Deutschland sind sie für Menschen unter 18 Jahren per Gesetz verboten. 

Der Begriff Hautkrebsvorsorge umfasst auch die Hautkrebsfrüherkennung. In Deutschland gibt es derzeit (Stand: Juni 2026) noch ein kostenloses Hautkrebs-Screening-Programm für gesetzlich Versicherte ab dem 35. Lebensjahr. Es wurde im Jahr 2008 eingeführt. Alle zwei Jahre können Sie Ihre Haut von einer Dermatologin oder einem Dermatologen auf Veränderungen in einer Arztpraxis untersuchen lassen. Auch Ärztinnen und Ärzte anderer Fachrichtungen, die eine Qualifikation für das Screening besitzen, können die Hautuntersuchung durchführen. Zum Einsatz kommt dabei das bloße Auge, aber auch ein Instrument zur Vergrößerung von auffälligen Stellen, ein sogenanntes Dermatoskop. Ziel des Screenings ist es, Hautkrebs und seine Vorstufen frühzeitig aufzuspüren und zu behandeln.

Das Hautkrebs-Screening in seiner jetzigen Form steht jedoch womöglich vor dem Aus. Nach dem Willen der Bundesregierung soll es bis Ende 2027 neu geregelt werden. Womöglich ist es dann nur noch bestimmten Risikogruppen vorbehalten, nicht mehr allen Menschen mit einer gesetzlichen Krankenversicherung. Auch die Zeitabstände für die Hautuntersuchungen könnten sich verlängern.

Die Informationen auf dieser Seite können eine professionelle Beratung durch ausgebildete und anerkannte Ärztinnen und Ärzte nicht ersetzen. Auch dienen sie nicht dazu, eigenständig eine Diagnose zu stellen oder eine Therapie einzuleiten.