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Hautkrebs kann sehr verschieden aussehen. Optisch unterscheiden sich das Basalzellkarzinom, Plattenepithelkarzinom und schwarzer Hautkrebs, das maligne Melanom. Lesen Sie, wie sich schwarzer und weißer Hautkrebs erkennen lassen und bei welchen Hautveränderungen Sie eine Arztpraxis aufsuchen sollten.
Hautkrebs verursacht anfangs meist keine Symptome, zum Beispiel Schmerzen. Zudem kann Hautkrebs sehr unterschiedlich aussehen. Bösartige Hauttumoren besitzen kein einheitliches Erscheinungsbild, an dem ein Laie sie sicher erkennen könnte. Weißer und schwarzer Hautkrebs können sehr verschieden aussehen.
Welche Symptome Hautkrebs verursacht, hängt von der Art und vom Stadium des Hautkrebses ab. Der Begriff „Hautkrebs“ umfasst unter anderem schwarzen Hautkrebs (malignes Melanom) und weißen (hellen) Hautkrebs mit dem Basalzellkarzinom und Plattenepithelkarzinom als häufigste Formen.
Tipps, um Hautkrebs rechtzeitig zu erkennen:
- Beobachten und untersuchen Sie Ihre Haut regelmäßig auf Veränderungen, zum Beispiel mit Hilfe der ABCDE-Regel.
- Suchen Sie bei Auffälligkeiten immer zeitnah eine Hautärztin oder einen Hautarzt auf und lassen Sie die Symptome abklären.
- Derzeit (Stand: Juni 2026) können Sie ab dem 35. Lebensjahr alle zwei Jahre ein Hautkrebs-Screening wahrnehmen. Diese Hautkrebsfrüherkennung soll jedoch bis Ende 2027 neu geregelt werden und könnte dann nur noch bestimmten Risikogruppen offen stehen.
Welche Hautveränderungen können auf Hautkrebs hinweisen?
Frühe Hinweise auf Hautkrebs können folgende Veränderungen liefern:
- Muttermale, die sich neu bilden oder sichtbar verändern, zum Beispiel ihre Größe oder Farbe
- Gerötete, schuppige, verhornte, verkrustete oder leicht blutende Hautveränderungen
- Hautstellen, die nicht richtig abheilen
Aber Achtung: Nicht jede auffällige Stelle bedeutet sofort Hautkrebs. Lassen Sie Veränderungen aber immer zeitnah ärztlich untersuchen und abklären.
Symptome bei schwarzem Hautkrebs
Schwarzer Hautkrebs (malignes Melanom) bildet sich oft an Stellen, die häufig dem UV-Licht ausgesetzt sind. Dies können zum Beispiel die Arme, Beine, der Rücken, die Brust oder der Kopf sein. Prinzipiell können Melanome jedoch überall am Körper entstehen – auch an Stellen, an die Sonne nur selten hinkommt, zum Beispiel an den Fußsohlen oder unter den Fußnägeln.
Wenn sich ein bestehender Pigmentfleck oder ein Muttermal verändert, kann dies auf ein Melanom hindeuten. Schwarzer Hautkrebs kann sich jedoch auch neu auf der Haut bilden. Verdächtig sind Flecken, die ihre Form, Farbe, Größe oder Begrenzung (unregelmäßig geformt) verändern. Es gibt jedoch beim schwarzen Hautkrebs verschiedene Untertypen, die unterschiedlich aussehen können. Melanome verursachen meist zunächst keine Schmerzen. Manche können aber jucken, bluten, nässen, verkrusten, anschwellen oder knotig wirken.
Eine erste Einschätzung der Hautveränderung können Sie mit Hilfe der ABCDE-Regel vornehmen. Hilfreich kann auch das „Ugly Duckling Prinzip“ sein („hässliches Entlein“). In diesem Fall fällt ein Muttermal optisch aus der Reihe und unterscheidet von allen anderen Malen.
Symptome beim Basalzellkarzinom
Ein Basalzellkarzinom kann theoretisch an jeder Stelle der Haut entstehen. Wie beim Melanom gilt aber: Es entsteht oft an Körperregionen, die der UV-Strahlung häufig ausgesetzt sind, den sogenannten „Sonnenterrassen“. Beispiele: Gesicht mit Augen/Augenlid, Nase, Lippen, (unbehaarte) Kopfhaut oder der Hals.
Ein Basalzellkarzinom zeigt sich oft zuerst als kleines Knötchen, das glasig, weißlich oder rötlich aussehen kann. Manchmal sind feine sichtbare Blutgefäße auf der Oberfläche sichtbar. Die Hautveränderung kann in der Mitte leicht eingesunken sein und einen wallartigen Rand besitzen. Ebenfalls möglich sind wunde, blutende oder verkrustete Hautstellen, die nicht richtig abheilen und immer wieder aufbrechen
In frühen Stadien kann die Hautstelle spannen, brennen oder jucken, verursacht aber oft noch keine Schmerzen. Im weiteren Verlauf kann ein Basalzellkarzinom nässen und schmerzhaft werden.
Ein Basalzellkarzinom kann manchmal aussehen wie eine blasse Narbe, ein dunkles Muttermal oder eine rötliche, schuppige Stelle. Diese unterschiedlichen Erscheinungsformen machen es auch so schwer, ein Basalzellkarzinom zu erkennen.
Symptome beim Plattenepithelkarzinom
Ein Plattenepithelkarzinom kann sich aus einer Vorstufe entwickeln, zum Beispiel der aktinischen Keratose. Es kann überall auf der Haut entstehen, bildet sich aber bevorzugt an sonnenbeschienen Stellen wie dem Gesicht.
Die aktinische Keratose kann sich als raue, rötliche oder verhornte Hautstelle zeigen. Oft fühlt sich die betroffene Stelle schuppig an, ähnlich wie Sandpapier, und kann deutlich verhärtet sein.
Später kann daraus eine knotige, krustige oder geschwürartige Hautveränderung werden. Manche Stellen bluten, wachsen weiter oder heilen über längere Zeit nicht ab. In fortgeschrittenen Stadien sind auch Schmerzen möglich.
Wann sollte eine Hautveränderung ärztlich abgeklärt werden?
Eine Hautarztpraxis sollten Sie immer zeitnah aufsuchen, wenn sich eine Hautveränderung neu gebildet oder sichtbar verändert hat. Auch wenn eine Hautstelle rau ist, blutet, juckt, verkrustet oder nicht abheilt, sollten Sie ärztlichen Rat suchen. Achten Sie besonders auf Hautbereiche, die häufig Sonne abbekommen.
Weißer und schwarzer Hautkrebs lassen sich meist gut behandeln, wenn Ärztinnen und Ärzte den Tumor früh erkennen. Auch deshalb ist die regelmäßige Selbstbeobachtung der Haut wichtig.
Zudem kann das Hautkrebs-Screening eine Möglichkeit zur Früherkennung sein. Gesetzlich Versicherte in Deutschland können ihre Haut derzeit noch (Stand: Juni 2026) ab dem 35. Lebensjahr alle zwei Jahre auf Veränderungen untersuchen lassen. Das Hautkrebs-Screening in der jetzigen Form steht jedoch auf dem Prüfstand. Bis Ende 2027 soll es neu geregelt werden und könnte dann nur für bestimmte Risikogruppen zugänglich sein.
- Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWIG), https://www.gesundheitsinformation.de/weisser-hautkrebs.html und https://www.gesundheitsinformation.de/schwarzer-hautkrebs.html (Abruf: 15.5.2026)
- Deutsche Krebshilfe, https://www.krebshilfe.de/informieren/ueber-krebs/krebsarten/hautkrebs/ (Abruf: 15.5.2026)
- ONKO-Internetportal, https://www.onko-portal.de/basis-informationen-krebs/krebsarten/hautkrebs/basis-infos-fuer-patienten.html (Abruf: 15.5.2026)
- Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ), https://www.krebsinformationsdienst.de/hautkrebs/symptome (Abruf: 15.5.2026)
Unser Ziel ist es, wissenschaftliche Informationen verständlich zu vermitteln. Die Informationen können jedoch eine professionelle Beratung durch ausgebildete und anerkannte Ärztinnen und Ärzte nicht ersetzen. Auch dienen sie nicht dazu, eigenständig eine Diagnose zu stellen oder eine Therapie einzuleiten.