Derma Mia › Weißer Hautkrebs › Wie erkennt man weißen Hautkrebs?
Weißer Hautkrebs lässt sich oft daran erkennen, dass eine neue Hautveränderung entsteht oder eine Hautstelle über längere Zeit nicht abheilt. Verdächtig sind vor allem Hautstellen, die Krusten bilden, bluten, schuppen, sich verhärten oder langsam größer werden. Weißer Hautkrebs ist dabei nicht immer weiß: Er kann auch hautfarben, rötlich, glänzend, krustig oder verhornt aussehen.
Früh erkannt, ist weißer Hautkrebs in vielen Fällen gut behandelbar und auch heilbar. Gerade weil auffällige Stellen anfangs oft kaum Beschwerden verursachen, sollten Sie jegliche Veränderung der Haut ernst nehmen und frühzeitig von einem Hautärztin oder einem Hautarzt (Fachgebiet Dermatologie) abklären lassen.
Weißen Hautkrebs erkennen: die wichtigsten Warnzeichen
- Ein mögliches Warnzeichen für weißen Hautkrebs ist eine Hautveränderung, die neu auftritt und nicht wieder verschwindet. Auch eine wunde oder verkrustete Stelle, die immer wieder aufbricht oder nicht richtig abheilt, kann ein Hinweis auf weißen Hautkrebs sein. Auffällig sind außerdem raue, schuppige oder verhärtete Areale sowie kleine Knötchen, die langsam wachsen.
- Nicht jede auffällige Hautstelle bedeutet automatisch Hautkrebs. Aber Veränderungen, die bleiben, wachsen oder nicht abheilen, sollten Sie ärztlich abklären lassen.
- Nur eine Untersuchung der Haut und gegebenenfalls eine Gewebeprobe (Biopsie) können ans Licht bringen, ob es sich tatsächlich um weißen Hautkrebs handelt. Auch die Art des Hautkrebses (z.B. Basalzell– oder Plattenepithelkarzinom) lässt sich bestimmen.
Wie sieht weißer Hautkrebs aus?
Weißer Hautkrebs kann sehr unterschiedlich aussehen und ein Laie kann Hautkrebs nicht zuverlässig erkennen. Er kann zum Beispiel als glänzendes Knötchen, raue oder schuppige Stelle, kleine Wunde, krustiger Fleck oder als verhärtete Hautveränderung erscheinen. Der Begriff „weißer Hautkrebs“ ist deshalb nur ein Oberbegriff und beschreibt nicht immer die tatsächliche Farbe der Hautstelle, die unter Verdacht steht.
Für die Einordnung ist wichtig, ob die Hautveränderung eher auf ein Basalzellkarzinom oder ein Plattenepithelkarzinom hindeutet – eine kurze Unterscheidung.
Mögliche Hinweise auf ein Basalzellkarzinom
Ein Basalzellkarzinom zeigt sich im frühen Stadium häufig als hautfarbenes, glasiges, weißliches oder rötliches Knötchen. Manchmal sind feine Blutäderchen in der Hautveränderung sichtbar. Die Haustelle kann zudem in der Mitte leicht eingesunken sein oder wie eine wunde, verkrustete Hautstelle aussehen, die nicht richtig abheilt. Auch ein perlschnurartiger oder wallartig erhöhter Rand kann ein Anzeichen für eine Basalzellkarzinom sein.
Mögliche Hinweise auf ein Plattenepithelkarzinom
Ein Plattenepithelkarzinom macht sich oft durch raue, schuppige, verhornte oder krustige Hautstellen bemerkbar. Die Veränderung kann gerötet sein, sich derb anfühlen und im Verlauf auch knotig oder geschwürartig wirken. Im Gegensatz zum Basalzellkarzinom wirkt diese Form also oft trockener, rauer und stärker verhornt.
Hautkrebsvorstufen erkennen: Wenn raue oder schuppige Stellen auffällig sind
Beim Plattenepithelkarzinom gibt es verschiedene Vorstufen, allen voran die Aktinische Keratose. Plattenepithelkarzinome entwickeln sich oft aus eine aktinischen Keratose, während das Basalzellkarzinom in der Regel ohne Vorläuferform entsteht.
Nehmen Sie raue, schuppige, gerötete oder bräunlich-gelbe Hautstellen nicht auf die leichte Schulter. Suchen Sie hautärztliche Hilfe und lassen Sie prüfen, ob es sich um eine Hautkrebsvorstufe handelt. Sie lässt sich in der Regel gut behandeln und Sie können verhindern, dass daraus ein Plattenepithelkarzinom entsteht.
Wo am Körper tritt weißer Hautkrebs besonders häufig auf?
Weißer Hautkrebs bildet sich meist an Hautstellen, die über Jahre stärker der Sonne ausgesetzt waren, den sogenannten „Sonnenterrassen“. Vor allem betroffen ist der Kopf, zum Beispiel die Nase, Lidwinkel, Ohren, unbehaarte Kopfhaut und Lippen, aber auch der Hals. Auch an den Schultern, Armen und am Dekolleté kann sich Hautkrebs entwickeln.
Wenn Sie Ihre Haut selbst untersuchen, sollten Sie immer Ihren gesamten Körper in den Blick nehmen. Auch wenn weißer Hautkrebs meist an sonnenexponierte Stellen entsteht – ein bösartiger Tumor kann prinzipiell überall am Körper auftreten.
Woran erkennt man den Unterschied zwischen harmloser Hautveränderung und weißem Hautkrebs?
Für medizinische Laien ist es nicht möglich, eine harmlose Hautveränderung zuverlässig von Hautkrebs zu unterscheiden, aber es gibt einige Anhaltspunkte. Viele harmlose Hautveränderungen heilen wieder ab oder verändern sich über längere Zeit nicht.
Verdächtig sind dagegen Stellen, die bestehen bleiben, wachsen, bluten, Krusten bilden oder sich verhärten. Bei weißem Hautkrebs ist oft nicht ein einzelnes Merkmal entscheidend, sondern die Tatsache, dass eine Veränderung neu entsteht beziehungsweise bestehen bleibt und sich nicht wieder zurückbildet.
Viele stellen sich die Frage: Ist das noch eine harmlose Wunde, ein Ekzem oder ein Pickel – oder schon etwas, das man einer Hautärztin oder einem Hautarzt zeigen sollte? Ob es sich tatsächlich um weißen Hautkrebs handelt, lässt sich nur durch eine ärztliche Untersuchung und gegebenenfalls eine Gewebeprobe sicher klären.
Dermatologinnen und Dermatologen untersuchen die gesamte Haut, können ein Dermatoskop einsetzen (eine Lupe mit Lichtquelle) und bei Bedarf eine Biopsie (Gewebeprobe) entnehmen. Erst die mikroskopische Untersuchung der Gewebeprobe kann Sicherheit bringen, ob es sich tatsächlich um weißen Hautkrebs handelt und um welche Art.
Hautkrebsscreening: Welche Rolle spielt die Früherkennung?
Das Hautkrebs-Screening wurde im Jahr 2008 eingeführt. Ein Screening ist eine Reihenuntersuchung an gesunden Personen, die keine Symptome haben, die auf Hautkrebs hindeuten würden. Es zielt darauf ab, weißen und schwarzen Hautkrebs sowie Hautkrebsvorstufen möglichst frühzeitig zu entdecken.
Gesetzlich Versicherte können derzeit (Stand: Juni 2026) ab 35 Jahren alle zwei Jahre eine Untersuchung auf Hautkrebs in Anspruch nehmen. Dabei betrachtet ein speziell geschulter Arzt oder eine Ärztin die gesamte Haut. Auch die Schleimhäute werden untersucht. Das Hautkrebs-Screening in dieser Form wird aber derzeit überprüft und soll bis Ende 2027 neu geregelt werden. Dann könnte es nur noch besonderen Risikogruppen zur Verfügung stehen.
Die Früherkennung ist beim weißen und schwarzen Hautkrebs wichtig, weil sich verdächtige Hautveränderungen frühzeitig aufspüren und bösartige Tumore rechtzeitig behandeln lassen. Dann steigen die Heilungschancen und die Prognose verbessert sich.
Am Anfang kann weißer Hautkrebs wie ein kleines glänzendes Knötchen, eine raue oder schuppige Stelle, eine verkrustete Wunde oder ein nicht heilender Fleck aussehen. Das Erscheinungsbild hängt davon ab, ob es sich eher um ein Basalzellkarzinom oder ein Plattenepithelkarzinom handelt.
Nein, weißer Hautkrebs kann zum Beispiel hautfarben, rötlich, bräunlich-gelb, verkrustet, glänzend oder verhornt aussehen. Der Name beschreibt die Tumorgruppe, nicht zwingend die sichtbare Farbe der Hautveränderung.
Typisch sind ein glasiges oder rötliches Knötchen, feine sichtbare Äderchen, eine glänzende Oberfläche oder eine kleine schlecht heilende Wunde.
Ein Plattenepithelkarzinom fällt eher durch raue, schuppige, verhornte oder krustige Stellen auf. Die Veränderung kann sich verhärten und im Verlauf größer werden.
- S3-Leitlinie Aktinische Keratose und Plattenepithelkarzinom der Haut, Stand: Dezember 2022, https://register.awmf.org/assets/guidelines/032-022OLl_S3_Aktinische_Keratosen-Plattenepithelkarzinom-PEK_2023-01.pdf (Abruf: 24.4.2026)
- S2k-Leitlinie Basalzellkarzinom der Haut, Stand: 1.1.2024, https://register.awmf.org/assets/guidelines/032-021l_S2k_Basalzellkarzinom-der-Haut_2024-07.pdf (Abruf: 24.4.2026)
- Gesundheitsleitlinie „Prävention von Hautkrebs“, Stand: Februar 2022, https://www.leitlinienprogramm-onkologie.de/fileadmin/user_upload/Downloads/Patientenleitlinien/Gesundheitsleitlinie_Hautkrebspraevention_1700013.pdf (Abruf: 24.4.2026)
- Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWIG), https://www.gesundheitsinformation.de/weisser-hautkrebs.html (Abruf: 24.4.2026)
- Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ), https://www.krebsinformationsdienst.de/hautkrebs/frueherkennung (Abruf: 25.4.2026)
- Deutsche Krebshilfe, https://www.krebshilfe.de/informieren/ueber-krebs/krebsvorsorge-und-krebsfrueherkennung/hautkrebsscreening/ (Abruf: 24.4.2026)
- ONKO-Internetportal, https://www.onko-portal.de/basis-informationen-krebs/krebsarten/hautkrebs/frueherkennung.html (Abruf: 24.4.2026)
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