Wie erkennt man schwarzen Hautkrebs?

Redaktion Derma Mia

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Schwarzer Hautkrebs kann sich fast überall am Körper bilden und sehr verschieden aussehen. Lesen Sie, woran sich ein Melanom erkennen lässt und wann Sie eine Hautarztpraxis aufsuchen sollten. 

Schwarzer Hautkrebs (malignes Melanom) lässt sich oft daran erkennen, dass neue Pigmentmale entstehen oder sich bestehende Muttermale sichtbar verändern. Verdächtig sind vor allem Veränderungen in der Form, Farbe, Größe, Begrenzung oder Oberfläche des Mals. Wird ein Melanom früh entdeckt, ist es meist deutlich besser behandelbar. 

Viele Melanome verursachen anfangs keine Beschwerden, zum Beispiel Schmerzen. Erst wenn der schwarze Hautkrebs wächst und weiter ins Gewebe vordringt, können Symptome entstehen. Ein Melanom kann jucken, bluten, nässen oder verkrusten. Umso wichtiger ist es, auffällige Hautveränderungen frühzeitig bei einer Hautärztin oder einem Hautarzt (Fachgebiet: Dermatologie) abklären zu lassen. 

Das Wichtigste zum Melanom in Kürze

  • Schwarzer Hautkrebs zeigt sich oft als neues oder verändertes Pigmentmal. 
  • Warnzeichen sind Veränderungen in Form, Farbe, Größe, Begrenzung oder Oberfläche. 
  • Auch Juckreiz, Blutungen, Nässen oder Krustenbildung können auffällig sein. 
  • Verdächtige Hautveränderungen sollten sie früh hautärztlich abklären lassen.

Schwarzen Hautkrebs erkennen: die wichtigsten Warnzeichen

Ein möglicher Hinweis auf schwarzen Hautkrebs ist ein neu entstandener dunkler Fleck. Ebenso können bestehende Muttermale, die sich verändern und plötzlich anders aussehen als vorher, ein Warnsignal für schwarzen Hautkrebs sein. Ärztlich abklären lassen sollten Sie auch Hautstellen, die jucken, bluten, verkrustet sind, nässen oder nicht heilen.  

Wichtig ist: Nicht jede veränderte Hautstelle bedeutet automatisch Hautkrebs. Aber gerade beim Melanom gilt, dass eine frühe Abklärung besonders wichtig ist. Solche Hautveränderungen werden zügig weiter untersucht.  

ABCDE-Regel

Die bekannteste Orientierungshilfe ist die ABCDE-Regel. Sie hilft dabei, Pigmentmale und Leberflecken systematisch zu beobachten und Veränderungen besser einzuschätzen. Sie ersetzt aber keine ärztliche Diagnose, sondern kann nur Hinweise darauf geben, ob Sie eine Hautstelle kontrollieren lassen sollten.  

UglyDuckling-Prinzip

Neben der ABCDE-Regel kann auch das sogenannte Ugly-Duckling-Prinzip helfen. Auf Deutsch wird es oft als „hässliches Entlein“ bezeichnet. Gemeint ist ein Pigmentmal, das optisch nicht zu den anderen passt und deutlich aus der Reihe fällt. Da sich die Muttermale eines Menschen häufig ähneln, kann gerade ein auffällig anderes Mal ein wichtiger Hinweis auf ein Melanom sein.  

Für die Selbstbeobachtung ist dieses Prinzip sehr hilfreich, weil nicht jedes Melanom alle ABCDE-Merkmale erfüllen muss. Ein Fleck kann schon allein deshalb verdächtig sein, weil er anders aussieht als die übrigen Hautmale.  

Wie sieht schwarzer Hautkrebs aus? 

Schwarzer Hautkrebs kann sehr unterschiedlich aussehen und besitzt meist  keine einheitliche Optik. Ein Melanom kann flach oder erhaben, einfarbig oder mehrfarbig sein. Die Farbe reicht von bräunlich über rötlich, bläulich und gräulich bis schwärzlich; ein Melanom kann auch pink oder sogar farblos sein. 

Manche Melanome wachsen eher flächig, andere eher knotig. Gerade knotige Melanome fallen oft schneller auf, weil sie erhaben sind oder leichter bluten. Deshalb sollten Sie nicht nur dunkle Flecken beobachten, sondern jede neue oder sich verändernde Hautstelle. 

Wo am Körper kann schwarzer Hautkrebs auftreten?

Ein Melanom kann fast überall am Körper entstehen. Es tritt nicht nur an stark sonnenexponierten Stellen auf, sondern auch an Bereichen, die selten der Sonne ausgesetzt oder schwer einsehbar sind. Schwarzer Hautkrebs kann auf zuvor unauffälliger Haut entstehen oder aus einem bestehenden Muttermal hervorgehen.  

Ein Melanom bildet sich oft an diesen Stellen: 

  • Arme 
  • Beine 
  • Rücken 
  • Brust 
  • Kopf 

 

Schwarzer Hautkrebs kann aber auch an diesen Körperstellen entstehen: 

  • Fußsohlen und Zehenzwischenräume 
  • Handflächen 
  • Unter den Fuß- oder Fingernägeln 
  • Augen 
  • Mund 
  • Genitalien 

Selbstuntersuchung der Haut

Ärztinnen und Ärzte empfehlen, die eigene Haut regelmäßig selbst zu untersuchen. Wichtig ist es, nicht nur das Gesicht, die Arme oder Beine zu kontrollieren, sondern den ganzen Körper auf Veränderungen zu untersuchen. Überprüfen Sie auch schwer einsehbare oder selten sonnenexponierte Bereiche der Haut.  

Zur Selbstkontrolle gehören daher auch die Kopfhaut, der Rücken, die Gesäßfalte, Fußsohlen, Zehenzwischenräume, Bereiche unter den Nägeln und andere schlecht einsehbare Stellen. Für den Rücken oder Kopfhaut kann ein Spiegel hilfreich sein. Ansonsten bitten Sie eine vertraute Person um ihre Mithilfe. Die Selbstuntersuchung sollte nackt stattfinden, am besten bei Tageslicht. 

Diese Untersuchung ist wichtig, ersetzt aber nicht die ärztliche Früherkennung. Ärztinnen und Ärzte haben einen geschulten Blick und können Hautveränderungen besser einordnen.

Wann sollte man mit einem verdächtigen Muttermal zum Arzt?

Sie sollten eine Hautärztin oder einen Hautarzt aufsuchen, wenn ein Muttermal neu entsteht, sich verändert, anders aussieht als andere Male oder Beschwerden wie Juckreiz, Blutung oder Krustenbildung verursacht. Auch Hautstellen, die nicht abheilen, sollten Sie zeitnah ärztlich abklären lassen. 

Welche Rolle spielt die Hautkrebsfrüherkennung? 

Das Hautkrebs-Screening ist eine strukturierte Untersuchung zur Früherkennung von Hautkrebs. Die Untersuchung ist ein Angebot für gesetzlich Versicherte, aber keine Pflicht.  Derzeit (Stand Juni 2026) übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für Frauen und Männer ab 35 Jahren alle zwei Jahre. Dabei untersuchen Ärztinnen und Ärzte  die gesamte Körperoberfläche. Oft kommt zusätzlich ein Dermatoskop zum Einsatz, eine Lupe mit einer Lichtquelle. 

Allerdings steht das Hautkrebs-Screening in seiner jetzigen Form auf dem Prüfstand. Bis Ende 2027 soll es neu geregelt werden und steht dann eventuell nur noch besonderen Risikogruppen zur Verfügung.  

Das Screening kann helfen, Hautkrebs früh zu entdecken. Wenn sich bei der Untersuchung ein Verdacht ergibt, wird in der Regel eine Gewebeprobe (Biopsie) entnommen. Erst dadurch lässt sich sicher feststellen, ob es sich tatsächlich um Hautkrebs handelt. Gutartige und bösartige Zellen lassen sich unter dem Mikroskop eindeutig unterscheiden.  

Woran erkennt man den Unterschied zwischen harmlosem Muttermal und Melanom?

Harmlose Muttermale sind oft relativ gleichmäßig geformt, einheitlich gefärbt und verändern sich über längere Zeit kaum. Verdächtig sind dagegen Hautmale, die asymmetrisch sind, mehrere Farben besitzen, unscharf begrenzt wirken oder sich sichtbar verändern. Entscheidend ist oft nicht ein einzelnes Merkmal, sondern die Kombination mehrerer Auffälligkeiten. 

Außerdem gilt: Ein Melanom kann sich auch auf bisher unauffälliger Haut bilden und muss nicht zwingend aus einem bereits vorhandenen Muttermal entstehen. Wer neue oder ungewöhnliche Hautveränderungen bemerkt, sollte deshalb nicht nur alte Leberflecke im Blick haben. 

FAQs: Schwarzen Hautkrebs erkennen

Am Anfang kann schwarzer Hautkrebs wie ein neuer dunkler Fleck oder wie ein verändertes Muttermal aussehen. Auffällig sind vor allem Veränderungen in Form, Farbe, Begrenzung oder Größe. Manche Melanome sind flach, andere knotig.

Nein. Ein Melanom kann auch braun, rötlich, bläulich, gräulich oder in seltenen Fällen sogar farblos sein.  

Ja. Genau deshalb sind die ABCDE-Regel oder das UglyDuckling-Prinzip als Hilfestellungen so wichtig. Ein Melanom kann anfangs einem harmlosen Pigmentmal ähneln oder lediglich anders aussehen als die übrigen Hautmale 

Ja. Melanome können sich auch unter den Finger- oder Zehennägeln bilden

Ein Muttermal sollten Sie immer dann untersuchen lassen, wenn es neu entstanden ist, sich verändert, juckt, blutet, verkrustet oder deutlich anders aussieht als andere Hautmale. 

  1. S3-Leitlinie zur Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Melanoms, Stand: Juli 2020, https://www.leitlinienprogramm-onkologie.de/fileadmin/user_upload/Downloads/Leitlinien/Melanom/Melanom_Version_3/LL_Melanom_Langversion_3.3.pdf (Abruf: 17.5.2026)
  2. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWIG), https://www.gesundheitsinformation.de/schwarzer-hautkrebs.html (Abruf: 17.5.2026) 
  3. Robert Koch-Institut (RKI), https://www.krebsdaten.de/Krebs/DE/Content/Krebsarten/Melanom/melanom_inhalt.html (Abruf: 17.5.2026)
  4. Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ), https://www.krebsinformationsdienst.de/hautkrebs (Abruf: 18.5.2026)  
  5. Deutsche Krebshilfe, https://www.krebshilfe.de/informieren/ueber-krebs/krebsarten/hautkrebs/ (18.5.2026) 
  6. ONKO-Internetportal, https://www.onko-portal.de/basis-informationen-krebs/krebsarten/hautkrebs/malignes-melanom-schwarzer-hautkrebs.html (Abruf: 18.5.2026) 

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