DermaMia › Hautkrebsvorsorge › UV-Index – darum ist er wichtig
Warme Sonnenstrahlen tun zwar den meisten Menschen gut, aber ein Zuviel an UV-Strahlung kann Sonnenbrände auslösen. Diese sind nicht nur schmerzhaft, sondern können langfristig auch das Risiko für Hautkrebs erhöhen – und zwar für weißen und schwarzen Hautkrebs gleichermaßen. Wenn Sie in die Sonne gehen, sollten Sie Ihre Haut und und die Ihrer Kinder daher ausreichend schützen.
Doch woher wissen Sie, wie intensiv die UV-Strahlung an einem Ort gerade ist und welche Maßnahmen zum Sonnenschutz Sie ergreifen müssen? Eine Orientierung bietet der UV-Index. Er beschreibt, welcher Tagesspitzenwert an sonnenbrandwirksamer UV-Strahlung am Boden zu erwarten ist. Somit lässt er Rückschlüsse darüber zu, welchen Sonnenschutz Sie wählen sollten, um einen Sonnenbrand zu vermeiden.
Passender Sonnenschutz, je nach UV-Index
Den UV-Index hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert. Er ist überall auf der Welt gleich. Somit entspricht ein UV-Index von 5 in Deutschland dem gleichen Wert in Afrika oder Australien. Eine Umrechnung ist also nicht nötig.
Er liefert Richtwerte, wie stark die aktuelle UV-Strahlung ist. Je höher der UV-Index an einem Ort ist, desto schneller bekommen Sie bei ungeschützter Haut einen Sonnenbrand. Ein kurzer Blick in den Himmel genügt also nicht, um die Sonnenbrandgefahr sicher abzuschätzen.
Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hat eine Tabelle mit Schutzmaßnahmen je nach UV-Index veröffentlicht:
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UV-Index |
UV-Belastung |
Schutzmaßnahmen |
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1 – 2 |
niedrig |
Normalerweise keine Schutzmaßnahmen erforderlich. |
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3 – 5 |
mittel |
Schutz notwendig:
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6 – 7 |
hoch |
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8 – 10 |
sehr hoch |
Schutz unbedingt notwendig:
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11 und höher |
extrem |
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| Quelle: BfS | ||
Wovon hängt die Höhe des UV-Index ab?
Einige Faktoren beeinflussen den UV-Index, allen voran der Stand der Sonne. Dieser verändert sich mit der Jahres- und Tageszeit sowie mit der geografischen Breite. Darüber hinaus spielen die Ozonkonzentration in der Atmosphäre, die Bewölkung sowie die Höhenlage eine Rolle für die Höhe des UV-Index.
Aber: Selbst an bewölkten Tagen im Sommer kann über mehrere Stunden ein UV-Index von 2 bestehen und es sind bei längerem Aufenthalt im Freien Sonnenbrände möglich. Zudem reflektieren Wasser, Schnee und helle Oberflächen wie blendende Hausfassaden die UV-Strahlung und verstärken sie. Die UV-Belastung kann dann höher als der angegebene UV-Index sein.
Mehr Infos zum UV-Index
- Aktuelle Tagesverläufe des UV-Index auf der Webseite des BfS.
- Thema „UV-Strahlung auf dem BfS-Geoportal auswählen
- Es gibt auch UV-Index-Kärtchen. Man legt sie 30 Sekunden in die Sonne und sieht dann das Ergebnis. Die Kärtchen gibt es kostenlos bei den Krebsgesellschaften.
So wird der UV-Index ermittelt
Der UV-Index wird entweder über Messstationen in der Nähe des Bodens gemessen oder aus Satellitendaten errechnet. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) veröffentlicht regelmäßig die gemessenen Werte des UV-Messnetzes sowie die UV-Index-Prognosen für zehn Prognosegebiete. Das bundesweite solare UV-Messnetz misst die UV-Belastung derzeit an 43 Orten in Deutschland.
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) liefert ebenfalls Informationen zum UV-Index. Die Basis sind hier die Satellitendaten und daraus modellierte Prognosen zum UV-Index. Nutzen können Sie auch die kostenlose App Sun Smart Global UV der Weltgesundheitsorganisation oder gängige Wetter-Apps.
Es gibt keinen festen oder normalen Wert für den UV-Index, weil seine Höhe von verschiedenen Faktoren abhängt. Beispiele: Tages- und Jahreszeit, geografische Breite oder Bewölkung. Bringen Sie daher regelmäßig in Erfahrung, wie hoch der UV-Index derzeit an Ihrem Aufenthaltsort ist. Dann passen Sie Ihre Sonnenschutzmaßnahmen entsprechend an.
Bei einem niedrigen UV-Index von 1 oder 2 können Sie sich sonnen, aber wenn er höher liegt, müssen Sie Sonnenschutzmaßnahmen ergreifen, wenn Sie in die Sonne gehen. Es besteht die Gefahr, dass Sie einen Sonnenbrand bekommen. Schutzmaßnahmen können zum Beispiel Sonnencremes mit ausreichendem Lichtschutzfaktor oder Kleidung sein.
Bei einem UV-Index ab einem Wert von 8 sollten Sie in der Mittagszeit möglichst nicht raus gehen, weil dann die UV-Strahlung besonders stark ist. Ansonsten gilt: Im Schatten aufhalten, Sonnenschutzcreme verwenden und schützende Kleidung anziehen.
Prinzipiell ja – dies hängt zum Beispiel von der Jahreszeit und Ihrem Hauttyp ab. Im Hochsommer kann die UV-Strahlung selbst um 17 Uhr noch so stark sein, dass Sie einen Sonnenbrand bekommen können. Gefährdet sind Sie auch, wenn Sie einen hellen Hauttyp haben.
Laut dem Guinness World Book lag der höchste, jemals gemessene UV-Index bei 43,3. Astrobiologen aus den USA und Deutschland bestimmten diesen hohen UV-Index am 29.12.2003 auf dem Vulkan Licancabur in Bolivien. Schon ein UV-Index von 11 und aufwärts gilt als extrem.
- Bundesamt für Strahlenschutz (BfS), https://www.bfs.de/DE/themen/opt/uv/uv-index/einfuehrung/einfuehrung.html und https://www.bfs.de/DE/themen/opt/uv/uv-index/uv-index_node.html (Abruf: 12.8.2026)
- Deutscher Wetterdienst (DWD), https://www.dwd.de/DE/leistungen/gefahrenindizesuvi/gefahrenindexuvi.html (Abruf: 12.8.2026)
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